Mit der Heldenreise dein Romankonzept erstellen

Die 3.Phase der Heldenreise

Diese 3.Phase der Weigerung in der klassischen Heldenreise knüpft direkt an den Ruf zum Abenteuer, der Phase 2 aus dem letzten Artikel an, den du hier nocheinmal nachlesen kannst.

Die Weigerung in Phase 3 der Heldenreise 

Stell dir einmal vor:

Du als Leserin befindest dich so in etwa im ersten Viertel eines Romans. Der vielversprechende Titel, das Cover und auch der Klappentext haben dich überzeugt, dieses Buch zu kaufen.
Nun hast du es dir gemütlich gemacht und dich auf den ersten Seiten auch schon so ein bisschen mit der Hauptfigur angefreundet. 
Aber es passiert einfach nichts. Willkommen in der 3.Phase der Heldenreise.

Der Archetyp Herold greift tief in seine Kiste mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten, damit der Ruf des Abenteuers endlich die Hauptfigur erreicht und sie etwas unternimmt. Zumindest, dass sie endlich kapiert, dass eine Veränderung stattfinden und sie sich in Bewegung setzen sollte, wenn sie den Start der Reise nicht verpassen möchte.

Doch genau das scheint der Fall zu sein. Sie zögert, stellt sich taub und trägt weiter ihre Brille der Weigerung. Die Handlung zieht sich gefühlt unendlich in die Länge.

Selbst du als Leser willst schon beginnen, mit der Hauptfigur zu diskutieren und nach ein paar Seiten später ohne Änderung der Situation, schlägst du das Buch zu. Und das in der 3.Phase der Heldenreise.
Fazit:
an der Handlung vorbeigeschrieben.
Du als Leser wurdest mit deiner Neugier und Geduld zu sehr auf die Probe gestellt und fühlst dich etwas veräppelt. 

Tatsächlich wäre die Geschichte hier zu Ende

wenn sich die Hauptfigur immer und immer wieder weigern würde, dem Ruf des Abenteuers zu folgen und den Herold als Archetyp in den Wahnsinn und/oder in die Ratlosigkeit treiben würde. Die Geschichte würde einfach nicht stattfinden. Weil kein Grund zu einer Reise besteht und weil ohne Abenteuer keine wirklich spannende Handlung stattfinden kann.

Das ist aber deine Motivation als Leser. Und sollte auch deine Motivation als Autorin beim Schreiben eines Romans sein.

Mit der richtigen Dosierung in dieser 3.Phase der Heldenreise

wirst du auch eine spannende Handlung entwickeln können. Ebenso starke und entscheidungsfreudige Charaktere bis zur letzten Seite. Hier ist auch der Übergang zur 4.Phase entscheidend, wenn dann auch der Archetyp des Mentors seinen Part übernehmen kann.

Das schaffst du als Autorin noch vor dem eigentlichen Schreiben mit etwas Struktur und Organisation. Deine Geschichte zu strukturieren und spannend zu schreiben, kannst du erreichen, indem du die innere Logik und die Notwendigkeit mit einbeziehst.

Die 12 Phasen der Heldenreise können dir dabei wirklich tatkräftig unter die Arme greifen. Schritt für Schritt kannst du die Idee von deiner Geschichte, die du zu Papier und auch in ein Buch bringen möchtest, entwickeln.

Heldenreise
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Wähle den Ruf zum Abenteuer so, dass deine Hauptfigur schon eine Weile zögern kann, um dem Ruf zu folgen, aber übertreibe es nicht. Das wird nicht nur für den Leser langweilig. Auch du als Autorin hast viel mehr Freude am Schreiben deines ersten Romans, wenn du eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte, aufgebaut auf der inneren Logik, erzählst.

Auch wenn du jetzt vielleicht, so wie ich damals, als ich zum ersten Mal mit der Heldenreise zu tun hatte, denkst: aber ich möchte doch meine Lebensgeschichte schreiben. Dafür gibt es kein vorgefertigtes Konzept. Das habe ich alles erlebt und genau so möchte ich es auch festhalten.

In dieser 3.Phase der Heldenreise…

wäre jetzt der Zeitpunkt, noch einmal darüber nachzudenken, was dein Ziel mit diesem ersten Buch für dich ist und für wen du es schreibst.

Möchtest du es nur für dich und deinen engsten Freundes- und Bekanntenkreis schreiben? Oder möchtest du, dass auch der Rest der Welt davon erfährt, es liest, sich angesprochen fühlt und es gerne weiterempfiehlt?

Und auch noch eine dritte Frage stellt sich oft an dieser Stelle noch einmal, wenn sie vorher nicht eindeutig beantwortet wurde. In welchem Genre, in welcher Form willst du dein erstes Buch schreiben.

Als Roman mit autobiografischen Anteilen und fiktiven Figuren? Drehbuch für einen Film? Als historischen Roman (ebenfalls möglich auch mit autobiografischen Anteilen, eben ein bisschen zeitversetzt durch Rückblenden oder auch im Mix zwischen dem Jetzt und damals)? Fantasy-Roman? Sienceficton? Als Biografie? Als Tagebuch, so eine Art Lebensdokumentation, wo nicht eine spannende Geschichte im Vordergrund steht, sondern der Wahrheitsgehalt des Inhaltes?

Weitere Informationen

Wenn du Fragen zum heutigen Beitrag hast, buche dir gerne eines meiner Inspirationsgespräche. Dort kann ich dir individuell an deinem persönlichen Beispiel weitere Impulse geben. 

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Ich wünsche dir viel Glück, Erfolg und ganz viel Freude
hier auf meinem Blog und auch
in deinem Schreibprozess.

Herzliche Grüße
Deine Manu

ICH BIN MANU LESNIOK 

Als Romanautorin und auch in meiner Arbeit als Autobiografie-Schreibcoach stelle ich immer wieder fest, dass die meisten Geschichten nicht geschrieben werden. Die Hürde des Anfangs erscheint einfach zu groß.

Das möchte ich ändern.

Und ich richte alle meine Aktivitäten darauf aus, den Menschen, die ihre Lebensgeschichte in einer Autobiografie in die Welt bringen wollen, den ersten Schritt so einfach wie möglich zu machen.

Ich freue mich auf dich und deine Geschichte!


Ergänzung:

Auf bzw. in meinem Telegram-Kanal bin ich auch immer mal wieder
mit spontanen Ergänzungen und Tipps über Sprach- und Textnachricht dabei
und runde somit das jeweilige Wochenthema aus Blog und Flaschenpost ab.
Zusätzlich gibt es hier durch eine verknüpfte Kanal-Gruppe
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die dramaturgischen Archetypen

Das Muster des Archetypen Herold

Während der Schwellenhüter als Archetyp an jeder Pforte zur neuen Welt auf deine Hauptfigur wartet, kann der Herold viele andere Wege gehen, um seine Botschaft dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird.
Wenn dies dein erster Artikel in dieser Serie über die Archetypen ist, dann findest du hier eine Einleitung zur Energie und Muster der verschiedenen Archetypen.


Für deine Fragen und Anmerkungen stehen dir wie gewohnt die Kommentarfelder unter diesem Beitrag zur Verfügung. Oder nutze die Möglichkeit auf meinem Telegram-Kanal: Autobiografie schreiben, um zu sehen, was und wie andere Leser zu diesem Thema denken. Für persönliche und individuelle Anfragen erreichst du mich unter der Email: info@manu-lesniok.com.

Der  Herold als Botschafter

Erst sanft, dann immer stärker wird das Muster dieses Archetypen deine Hauptfigur anstupsen und darauf aufmerksam machen, endlich in die Gänge zu kommen. Denn so, wie sie gerade in ihrer gewohnten Welt funktioniert und sich gegen alles Neue verschließt, wird es nicht mehr lange weitergehen können.

Veränderungen müssen her, denn jedes weitere Warten, Zögern und Zweifeln würde alles nur noch verschlimmern. Wenn du als Autorin deiner Geschichte nicht so recht weißt, was nun der Ruf zum Abenteuer für deine Hauptfigur wirklich sein soll, frag doch mal den Herold 😉

Der ist nämlich auf sowas spezialisiert und hat eine Menge Möglichkeiten, wie er sich erkenntlich zeigt und deutlich macht, dass die Zeit für das Abenteuer des Lebens reif ist. Von ihm wird der Ruf erklingen, ertönen, gesungen, gesprochen und manchmal auch gebrüllt, dieser Ruf, den deine Hauptfigur zu Beginn deiner Lebensgeschichte überhaupt nicht hören, sehen, verstehen oder fühlen will.

Der schrille Pfeifton dieses Archetypen

Aber nicht nur der Herold ist ein Spezialist auf seinem Gebiet. Auch deine Hauptfigur tut zu Beginn deiner Geschichte alles, um den Ruf des Abendteuers nicht zu hören. Aber nur so lange, bis sie diesen schrillen Pfeifton selbst nicht mehr ertragen kann.

Irgendwann sollte sie merken, dass es nicht mehr ewig so weiter gehen kann. Sie wird sich ihren Herausforderungen stellen müssen, wenn sie etwas in ihrem Leben verändern möchte. Denn wenn sie nichts verändern würde, wäre die Geschichte für den Leser langweilig bzw. nach wiederholten Weigerungen zu Ende.

In der Artikelserie über die 12 Phasen der Heldenreise habe ich in der 2.Phase das Auftreten des Herolds schon einmal beschrieben, greife es nun hier der Vollständigkeit halber noch einmal auf.

 

Archetyp
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Häufig tritt der Herold in der Koppelung mit dem Mentor auf und auch muss der Herold nicht zwingend ein menschliches Wesen sein. Hinter Verstecken wie:

  • einem Fax oder einem Telefonanruf
  • einer Schlagzeile in der Zeitung oder im Internet
  • einer Person
  • eines Symbols oder anderen Zeichens
  • einer Warnung
  • einer Versuchung
  • einem Verlust
  • einer Vision oder eines Traumes…

hält der Herold die Nachricht, die Botschaft für deine Heldin, bereit.

Der Herold kann von dir positiv oder negativ besetzt werden. Das ist abhängig von deiner Geschichte, die du erzählen willst und auch von den Charaktereigenschaften deiner Heldin und den weiteren Figuren, die an der Handlung beteiligt sind.

Showtime für den Herold

Zusammenfassend gibt es mehrere Stellen in deiner Geschichte, an denen du das Muster des Archetypen Herold einsetzen kannst, um die Handlung deiner Geschichte voranzutreiben und Spannung zu erzeugen.

  • der Ruf bzw. die Rufe des Abenteuers für deine Heldin im ersten Teil deiner Geschichte
  • die nächsten Herausforderungen im weiteren Verlauf
  • die nächsten Wandlungen und neuen Handlungsweisen deiner Hauptfigur
  • das bewusste Wahrnehmen der Hauptfigur über ihre eigene Veränderung und Entwicklung


Wenn du Fragen zum Einsatz der Archetypen, der Heldenreise als Schreibmethode oder anderen Techniken und Möglichkeiten hast, buche dir gerne
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Der Archetyp Mentor
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Herzliche Grüße
Deine Manu

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Als Romanautorin und auch in meiner Arbeit als Autobiografie-Schreibcoach stelle ich immer wieder fest, dass die meisten Geschichten nicht geschrieben werden. Die Hürde des Anfangs erscheint einfach zu groß.

Das möchte ich ändern.
Und ich richte alle meine Aktivitäten darauf aus, den Menschen, die ihre Lebensgeschichte in einer Autobiografie in die Welt bringen wollen, den ersten Schritt so einfach wie möglich zu machen.

Ich freue mich auf dich und deine Geschichte!

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Die Heldenreise starten Phase 2

Die Heldenreise starten

Bevor wir nun mit diesem Artikel in die zweite Phase der Heldenreise starten, ganz kurz noch mal zur ersten Phase. Dort ging es darum, dem Leser die gewohnte Welt deiner Hauptfigur zu zeigen. Du hast du ein paar Anhaltspunkte, worauf es in dieser 1.Phase ankommt, was mich als Leser interessiert und was du als Autor/als Autorin tun kannst, das „erste Bild“ deiner Heldin im Kopf des Lesers erscheinen zu lassen.

Der Ruf zum Abenteuer – Phase 2 / Akt 1

Jetzt geht es hinüber in die 2.Phase. Wir werden mal prüfen, was deine Hauptfigur alles tun oder auch nicht tun kann, um den Ruf zum Abenteuer zu überhören. Auf jeden Fall wird an dieser Stelle der Samen für eine spannende Geschichte gelegt.

Wir können die Heldin in dieser Phase alles tun lassen, was sie möchte, nur nicht die Heldenreise starten. Zumindest ein oder zweimal. Denn dann wird der Ruf für ihr Abenteuer sie nicht mehr loslassen und sie selbst ihn nicht mehr ignorieren können. 
In dieser Phase kannst du

Ein weiteres archetypisches Muster einsetzen

und die Handlung in die Richtung lenken, wie du sie dir für deine Geschichte wünschst. Der Herold ist es, der sich nun voll entfaltet. Er darf zeigen, wie gut er seine Funktion ausüben kann, was er alles so drauf hat. Denn hier zu diesem Zeitpunkt hat Hauptfigur noch die Möglichkeit, so zu tun, als wäre der Ruf nicht zu hören, nicht zu sehen.

Von dem Wort Heldin will sie überhaupt nichts wissen. Für deine Hauptfigur gibt es einfach keinen Ruf und auch kein Abenteuer. Selbst wenn alle anderen Beteiligten und auch die Leser schon wissen, dass hier dringend etwas passieren muss. Aus der Sicht deiner Hauptfigur darf das auch gerne so bleiben und nichts braucht geändert zu werden. Sie wird auf keinen Fall etwas verändern, wenn sie nicht wirklich unbedingt muss.

Wenn du jetzt tun würdest, was deine Hauptfigur gerne möchte, dann wäre die Geschichte hier zu Ende, denn, wo nichts passiert, ob nun Wunder oder Abenteuer, ist auch keine Handlung. Also machen wir mal weiter, und schauen, was noch so geht, welche Möglichkeiten es gibt in dieser zweiten Phase, um… 

die Heldenreise doch noch zu starten

Noch einmal zurück zu dem Archetypen Herold. Er wird hart arbeiten müssen und sicher mehr wie einmal sein Können präsentieren.

Das kann sich vor allem bei Helden in der Spielart: Held/In Widerwillen etwas in die Länge ziehen, so dass der Archetyp Herold wirklich hartnäckig am Ball bleiben muss. Zum einen, dass unsere Hauptfigur checkt, was überhaupt los ist und den Ernst der Lage erkennt. Zum anderen, dass wir als Autor überhaupt eine Geschichte, eine spannende Geschichte, schreiben können.

Um sich der Hauptfigur gegenüber bemerkbar zu machen, erfolgt der Ruf des Abenteuers von außen. Den Herold habe ich schon erwähnt. Ihm stehen ein paar Versuche offen, um der bewussten oder unbewussten Abwehr der Hauptfigur standzuhalten und ihr keinen Ausweg zu lassen, den Ruf des Abenteuers weiter zu ignorieren.

 

Heldenreise
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Wie der Herold die Botschaften überbringt

Die Formen, in die der Herold seine Botschaft für die Hauptfigur legen kann sind zum Beispiel:

  • eine Person

  • ein Zeichen

  • einer Nachricht, auf welchem Weg auch immer

  • eine Versuchung

  • eine Warnung

  • ein Verlust

  • eine Vision, ein Traum 

Sobald du eine passende Form für deinen Herold und somit zum Ruf des Abenteuers an deine Hauptfigur gefunden hast, und die Hauptfigur diesen auch für sich erkennt, ist der Samen der Veränderung in den Boden gesetzt.

Wenn da nicht die dritte Phase der klassischen Heldenreise wäre, könnte sich jetzt die Geschichte mit deinem motivierten Held / deiner motivierten Helden in Gang setzen. Doch wenn das Wörchen wenn nicht wäre…

Okay, soviel zur 2.Phase, in der deine Hauptfigur alles tut, um die Heldenreise nicht zu starten. 

Im nächsten Artikel erzähle ich dir, welche Abwehrtechniken deine Hauptfigur auf Lager hat und was passiert, wenn sie sich von dem Zustand der Weigerung nicht weg bewegt.

Wir gehen dann rüber in die 3.Phase der Heldenreise und dort wird deine Hauptfigur am Anfang sich immer noch dem Ruf des Abenteuers verschließen…Oder etwa nicht? Ich freu mich drauf und wünsche dir bis dahin eine gute Zeit!

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