Die Hauptfigur als Heldin

“Ein Held ist jemand, der sein Leben einer Sache widmet, die größer ist als er selbst”

- Joseph Campbell

Die Hauptfigur als Heldin


Im ersten Blogbeitrag zu den Archetypen habe ich dir eine Grafik aufgezeigt mit allen Varianten, die wir uns in dieser Artikelserie in der Theorie ansehen werden. Ich stelle sie dir im 2.Drittel noch einmal zur Verfügung.

Die Praxis wende ich übrigens parallel in meinem aktuellen Roman an, den ich hier auf meiner Homepage in Echtzeit schreibe, in der Blog Kategorie: Hauptfigur trifft auf Autorin.
Aber zurück zur Theorie.


Die wichtigste Person ist ganz klar deine Hauptfigur 


die Heldin deiner Geschichte.

Und zu Beginn ist sie alles, nur keine Heldin, zu dieser wird sie erst durch ihre Entwicklung während ihrer Reise. Sie wird sich von allen Figuren, die in deiner Geschichte mitwirken, am stärksten entwickeln und am meisten lernen. Das bedeutet, dass ihre wichtigste Funktion als Helden ihre Entwicklung ist.

Deine Heldin ist dein Fenster zu deiner Geschichte. Dem Leser bietet sie dadurch die Möglichkeit, alles durch ihre Augen zu sehen und sich mit ihr zu identifizieren.


Das kannst du mit einer guten Mischung aus universellen und individuellen Wesenszügen erreichen, die deine Heldin dafür benötigt. Hier eine Aufzählung der klassischen universellen Bedürfnisse:


  • Der Wille zu Überleben
  • Der Wille zum Erfolg
  • Der Wille, Unrecht aus der Welt zu schaffen
  • Sehnsucht nach Liebe
  • Sehnsucht nach Verständnis
  • Suche nach Selbstverwirklichung
  • Verlangen nach Rache
  • Verlangen nach Freiheit

 

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Der aktivste Charakter in der gesamten Handlung 

Da deine Heldin der aktivste Charakter der gesamten Handlung ist, ist es auch ihre Aufgabe, die Handlung voran zu treiben. Und wie geht es besser, als sie immer wieder in neue Konflikte schlittern zu lassen, so dass erst gar keine Langeweile auftreten kann. Vielleicht mal hier und da mal eine kleine Verschnaufpause ist vielleicht nicht ganz verkehrt, so wie im richtigen Leben eben.


Eine gute Stütze für dich als Autorin für die Entwicklung des Spannungsbogens der gesamten Geschichte ist, dein Heldin auszustatten mit:

  • einem WANT, das was sie sich am dringendsten wünscht 

  • einem NEED, das, was sie am nötigsten braucht

Ihr Need wird sie am Ende erhalten, ihr Want nicht unbedingt.


Vielleicht ist dir auch schon die Bezeichnung des Stereotypen über den Weg gelaufen, ich glaube sogar, dass ich ihn auch schon irgendwo hier in meinem Blog erwähnt habe. 


Damit sind die Charaktere gemeint, die so ganz ohne Fehler und Makel sind und einfach immer gut drauf sind, egal in welcher Situation sie sich befinden. Für eine spannende Geschichte, die dem Leser im besten Falle, noch lange in Erinnerung bleibt, absolut die falsche Besetzung.

Die dramaturgischen Archetypen in Aktion


Mein Tipp an dieser Stelle: vermeide diese Art von Charakteren, besonders dann, wenn du dabei bist, deine Hauptfigur auszustatten. Erstens entwickelt sich deine Heldin ja erst auf ihrer Reise und zweitens lieben Leser menschliche und anziehende Figuren. Sie können mit ihnen mitfiebern, den Weg ein Stück gemeinsam gehen.


Die unterschiedlichen Spielarten der Heldin: 

  • Draufgängerin: Sie ist aktiv, bedenkenlos, lassen sich auf Abenteuer ein, gehen beharrlich ihren Weg
  • Heldin wider Willen: sind zögerlich, von Zweifeln geplagt und benötigen einen Anstoß von außen, um ihre Reise zu beginnen
  • Antiheldin: Eine Außenseiterin mit Sympathiefaktor
  • Gemeinschaftsorientierte Heldin: Sie reisen in die Fremde und müssen am Ende zwischen neuer und alter Welt wählen. Abendländische Helden kehren meist zurück, die aus fernöstlichen oder indianischen Mythen bleiben häufig in der neuen
  • Einzelgängerin: steht außerhalb der Gemeinschaft und kehrt in die Wildnis zurück
  • Katalysatoren: Sie stehen zwar im Mittelpunkt, verändern jedoch sich selbst kaum, dafür aber andere. Sie kommen häufig in Serien vor.

Prüfe, mit welcher Spielart deine Heldin harmoniert, dann ist dein Bild von den Handlungen deiner Hauptfigur klarer und du kannst eben über ihr Handeln ihre Geschichte erzählen.


Den Satz zum Ende dieses Artikels überlasse ich heute mal Joseph Campbell mit meinem aktuellen Lieblingsspruch:  

“Ein Held ist jemand, der sein Leben einer Sache widmet, die größer ist als er selbst.”

Erstes Gespräch mit Manu

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Im nächsten Artikel zu diesem Thema machen wir direkt mit dem Archetypen: Mentor weiter und werden step by step auch die nächsten Figuren ins Boot holen, die deiner Heldin dann im Laufe der Geschichte helfend zur Seite stehen oder eben auch die besagten Steine in den Weg legen.

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